Persönlich

 

Ich habe nichts anderes zu tun, als zu lieben und mit Gott fröhlich zu sein. Mein Leben ist beständige Freude und vollkommene Freiheit.

(Bruder Lorenz von der Auferstehung,1614-1691, französischer Karmelit und Mystiker.)

 

Dieser Spruch von Bruder Lorenz hat mich schon immer begeistert.

Eine philosophische Ader musste ich als Kind bereits gehabt haben. Ich fragte mich:

«Wieso gibt es überhaupt die Welt? Warum gibt es einfach nicht nichts? Wieso sind wir hier?» Diese Fragen stellte ich oft, aber mir schien, ich war die einzige, die sich dafür interessierte.

1954 in der Schweiz in der Nähe von Zürich geboren im Sternzeichen Waage mit Skorpion Aszendent, Jupiter/Uranus Konjunktion im 9. Haus, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, mit lieben Eltern und drei Geschwistern, gingen wir jeden Sonntag in die katholische Kirche. Ich wurde eine Leseratte und holte immer am Sonntag Bücher aus der Kirchenbibliothek.

Auf meine Lebensfragen konnte mir die Kirche keine befriedigende Antwort bieten und ich sass als Teenager oft in der hintersten Ecke in der Kirche und musste still vor mich hinweinen. Ich wusste eigentlich auch nicht warum. Auch nachts vor dem Einschlafen musste ich oft traurig weinen, obwohl von aussen her betrachtet ich keinen Grund dazu hatte.

Mit ca. 20 Jahren wurde ich auf die Reinkarnation aufmerksam gemacht. Endlich erhielt ich sinnvolle Antworten auf meine Lebensfragen! Die Seele ist göttlich, will schöpferisch tätig sein und wachsen. Das machte mir Sinn! Ich war so dankbar, als mir meine damalige Chefin – ich war Verkäuferin in einem Kleiderladen – auf meine Bitte hin Literatur darüber zur Verfügung stellte. Sie hatte mich auf humorvolle Weise auf die Reinkarnation aufmerksam gemacht, so dass ich hellhörig wurde und sie darüber ausfragte. Daraufhin beschloss sie offenbar, mir Büchlein mit gechannelten Botschaften auszuleihen, die im Buchhandel nicht erhältlich waren.

Nach der Handelsschule wurde mir ein Medium empfohlen, das die Begabung hatte, frühere Leben wahrzunehmen. Ich meldete mich an und erhielt Infos über zehn vergangene Leben von mir, teilweise mit Details, in verschiedenen Ländern. Ich selber habe keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Aber eine Bestätigung, dass es die Reinkarnation gibt, habe ich erhalten und es tat mir gut.

Ich liebte und liebe es immer noch, Kurse zu besuchen. 1983 wurde ich in einem Meditationskurs von einer älteren Dame auf einen Dr. phil. Alexander Gosztonyi aufmerksam gemacht, der eine Lebensberatungspraxis in Zürich führte und Vorträge hielt über Reinkarnation und Entwicklung des Menschen. Sie sprach voller Bewunderung von ihm, auch wie weise und klug er sei. Im Hinterkopf dachte ich, ihn werde ich zu gegebener Zeit aufsuchen. Bald darauf wurde ich wiederum von jemand anderem auf ihn aufmerksam gemacht, was den Ausschlag gab, ihn tatsächlich aufzusuchen. Es blieb nicht nur bei einer Sitzung, sondern unzähligen. 

Das Schicksal wollte es, dass wir später heiraten durften. Welch ein Glück! 24 Jahre an der Seite meines geliebten Mannes, Alexander Gosztonyi (1925-2011), bereicherten mein Leben derart, dass ich immer nur DANKE sagen kann und einfach wissen: Alles im Leben hat einen Sinn und wir alle sind von unsichtbarer Hand geführt und geliebt. Jeder Mensch hat unzählige Leben hinter sich und noch vor sich, ob hier oder auf anderen Planeten. 

Ich fühle mich verantwortlich, dass zukünftige Generationen allenfalls Zugriff auf das grandiose Lebenswerk meines Mannes erhalten und es nicht einfach sang- und klanglos in der Schublade verschwindet. Meines Erachtens - und ich bin nicht die einzige, die das denkt - war er ein mutiger und genialer Pionier. Seine Güte, seine Weisheit, sein Wissen findet sich in seinen Büchern wieder. Sein geistreicher, oft auch spritziger Humor in den Vorträgen lockerten die Schwere der tiefgründigen Themen auf. Denn auch ihm ging es so: Was gibt es Besseres zu erstreben als die Leichtigkeit des Seins? Tönt zwar sarkastisch, wenn jemand leidet. Aber wer hat nicht gern Humor in einer ernsten Lebenssituation?

Vieles ist zu hören und zu lesen auf der Webseite: http://www.alexander-gosztonyi.ch, die ich mit Hilfe meines späteren, inzwischen verstorbenen Lebenspartners, Heinrich Nievergelt, ins Internet stellte. Auch meine beiden Kinder aus erster Ehe unterstützen mich liebevoll und sind interessiert daran, dass das Lebenswerk ihres Stiefvaters nicht in Vergessenheit gerät, sind sie doch mit diesem Weltbild aufgewachsen.

Ich selber fühle mich als kleiner Mensch im Hintergrund und wünsche mir, dass seine grandiose Arbeit auch in Zukunft noch vielen Menschen helfen wird, sich auf dieser Erde wohl zu fühlen und Frieden schliessen können mit sich und der Welt. Weil es gut ist wie es ist. Auf die grosse Erleuchtung warte ich immer noch... :-)

Oder vielleicht auch auf Deine Kontaktaufnahme, wenn Du einen Lesezirkel besuchen möchtest oder Dein Kind zum Schutzengel-Workshop anmelden möchtest? Würde mich freuen! Danke!

Rita Maria Gosztonyi

Rita Maria Gosztonyi 2024